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Was versteht man unter Digitalem Nachlass?

Der digitale Nachlass umfasst sämtliche Daten, Profile, Online-Verträge und Zugänge, die eine Person zu Lebzeiten genutzt hat. Dazu zählen:

  • E-Mail-Konten
  • Social-Media-Profile (Facebook, Instagram, TikTok usw.)
  • Cloud-Speicher (Google Drive, iCloud, Dropbox)
  • Streaming- und Abo-Dienste
  • Online-Banking und Zahlungssysteme
  • digitale Fotos & Dokumente
  • Benutzerkonten bei Shopping- oder Mitgliederplattformen

Ohne klare Regelungen kann der Zugang zu diesen Konten schwierig oder unmöglich werden.
 

Digitaler Nachlass Österreich – rechtliche Grundlagen

In Österreich ist der digitale Nachlass Teil des Erbrechts. Das bedeutet:

  • Digitale Inhalte gelten als vererbbare Daten.
  • Erben haben grundsätzlich Anspruch auf Zugang zu Konten und gespeicherten Daten.
  • Plattformen müssen die Möglichkeit bieten, Konten zu löschen oder zu übertragen – sofern die rechtliche Legitimation vorliegt.

Besonders wichtig: Viele Online-Dienste haben eigene Richtlinien, wie mit Konten Verstorbener umzugehen ist. Deshalb ist eine frühzeitige Dokumentation der eigenen Zugänge entscheidend.
 

Frau hält Handy in der Hand umrundet von virtuellen Personen

digitaler Nachlass

- was tun?

Digitaler Nachlass Checkliste – was muss geregelt werden?

Eine übersichtliche Digitaler Nachlass Checkliste hilft dabei, alle wichtigen Bereiche zu erfassen:

 

1. Bestandsaufnahme aller digitalen Konten

  • E-Mail, Social Media, Cloud
  • Bank- und Finanzkonten
  • Abos, Apps, Mitgliedschaften  

 

2. Zugangsdaten zentral sichern

(z. B. Passwortmanager, verschlossener Ordner, USB-Stick)

 

3. Festlegen, was mit den Konten passieren soll

  • löschen
  • übertragen
  • als Erinnerungsprofil bestehen lassen

 

4. Vertrauensperson benennen

(z. B. im Testament oder als ergänzende Verfügung)

 

5. Daten speichern oder löschen?

  • Fotos, Dokumente, Verträge
  • Digitale Zahlungsmethoden deaktivieren

 

6. Digitaler Nachlass regelmäßig aktualisieren

  • Neue Konten hinzufügen, alte entfernen.
     

Vorteile einer geregelten digitalen Nachlassplanung

  • Klarheit & Entlastung für Angehörige
  • Sicherung wertvoller Daten & Erinnerungen
  • Schutz vor Missbrauch oder ungewollten Abbuchungen
  • Schnelle Abwicklung von Kontoschließungen
  • Geringerer Verwaltungsaufwand im Todesfall
     

Fazit

 

Ein geregelter Digitaler Nachlass schützt persönliche Daten, erleichtert Angehörigen die Abwicklung und verhindert, dass wertvolle Erinnerungen verloren gehen. Mit einer übersichtlichen Digitaler Nachlass Checkliste und einer guten Vorlage können alle wichtigen Informationen strukturiert festgehalten werden – besonders in Österreich, wo klare rechtliche Vorgaben gelten.

 

FAQ

Häufig gestellte Fragen zur Feuer- und Urnenbestattung

Angehörige haben oft keinen Zugang zu Konten und benötigen rechtliche Nachweise, was den Prozess stark verzögert.

Ja, aber besser ist ein separater, sicherer Speicherort (z. B. Passwortmanager), auf den Erben Zugriff erhalten.

Die Erben – außer die/der Verstorbene hat dies zu Lebzeiten anders festgelegt (z. B. Gedenkstatus bei Facebook).

Zahlungsdienste prüfen, Abos kündigen, wichtige Daten sichern.

Ja, der digitale Nachlass fällt unter das Erbrecht – Erben haben ein Zugangsrecht.

Mindestens einmal pro Jahr oder bei Änderungen von Accounts und Passwörtern.

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